Heute berichtet Saskia Brosius von ihrer Teilnahme bei der Innovation Challenge in Dresden.

Liebe Saskia, unsere Blogleserinnen und -leser kennen Dich längst als die Expertin für Kreativität und Innovation im Strukturentwickler-Team der ENO. Vor Kurzem hast du als Coach bei der Innovation Challenge in Dresden mitgewirkt. Wie kam es dazu? Konntest du bei den Teilnehmenden ein Feeling für unseren Landkreis Görlitz aufbauen? Immerhin richtete sich Eure Aufgabe („Challenge“) an ortsfremde Menschen mit einer großen Zukunftsfrage, die uns hier umtreibt… Beschreibe die Aufgabe und Eure Herangehensweise doch bitte kurz für unsere Leserinnen und Leser!

Für mich war es die zweite Innovation Challenge in Dresden. Jedoch waren meine Kollegin Clara Hartung und ich letztes Jahr „nur“ als Teilnehmerinnen dabei und haben an der Challenge ("Herausforderung") eines Roundnetvereines aus Dresden gearbeitet und unsere Fähigkeiten im Design Thinking vertieft. Wir sind seit letztem Jahr große Fans der Veranstaltung, da die entwickelten Ideen ein hohes Maß an Qualität aufweisen. Deshalb haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr selbst eine Challenge, die die Teilnehmer:innen bearbeiten konnten, einzureichen.

Was war das für eine Aufgabe? 

Die Challenge lautete „Gestalte das perfekte Dorf, damit junge Menschen und Familien aus aller Welt in die Lausitz ziehen und bleiben wollen!“.  Am ersten Abend des 2,5-tägigen Workshops hatte ich nur drei Minuten, um diese Challenge den Teilnehmenden als interessant „zu verkaufen“. Konkurrenz gab es durch viele andere Challenges namhafter Firmen -  doch zu meiner Überraschung und großen Freunde entpuppte sich die Lausitz Challenge als die beliebteste des Abends. Viele Teilnehmer:innen hatten einen persönlichen Bezug zur Region, sodass zwei Teams gebildet wurden, die parallel die Challenge bearbeiteten. (Wir haben also schon an Tag 1 richtig abgesahnt 😉.) Als Coach durfte ich allerdings nicht an meiner mitgebrachte Challenge arbeiten - die Aufgabe sollte von Außen betrachtet werden! Also übernahm ich das Coaching eines anderes Teams.

Nach welchen Methoden seid Ihr bei der Erarbeitung der Ideen vorgegangen – oder hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwa schon durchdachte Konzepte in den Hosentaschen?

Alle Teams sind den Phasen des Design Thinking Prozesses, der von vielen Iterationen geprägt war, gefolgt. Besonders gewinnbringend war, dass die Teams stets die Möglichkeit hatten, raus auf die Prager Straße zu gehen und Menschen der verschiedenen Zielgruppen direkt zu befragen. Bei uns auf dem Land ist das leider nicht immer so einfach möglich. Keines der Teams hatte schon Konzepte dabei. Im Gegenteil, fast alle Gruppen haben gegen Ende des ersten Tages ihre Ideen verworfen, da sie z.B. doch nicht zur Zielgruppe oder den Wünschen des Auftraggebers passten. Hier war als Coach Fingerspitzengefühl gefordert, damit die Teilnehmer:innen nicht entmutigt würden.

Wie war die Resonanz auf Deine Aufgabe, wie wurde sie bearbeitet?

Die beiden Teams, die die Lausitz Challenge bearbeitet haben, konnten wirklich spannende Ergebnisse präsentieren. Eines der Teams hat sogar die gesamte Challenge gewonnen! Die Gruppe hat, basierend auf ihrer Anfangsrecherche, das Thema Leerstand in den Fokus ihrer Idee genommen. So wurde für 3- bzw. 4-Seitenhöfe ein alternatives Wohnkonzept, das die Zielgruppe ansprechen soll, entwickelt. Die zweite Gruppe hat die Idee einer App entwickelt, die die Bereiche Mobilität, Freizeit und Einkaufen vereint und so das Leben auf dem Land erleichtern soll. Beide Ideen sind sehr spannend für uns. Insbesondere die Gedanken zur App können mit in die Überlegungen für eine Landkreis-App einfließen. Das von mir gecoachte Team entwickelte Ideen für die Challenge von Stadtteilliebe: hier ging es um mehr Partizipation für Immobilienprojekte. Wir entwickelten ein mehrschichtiges, niederschwelliges Veranstaltungsformat, das zudem für Auftraggeber und Investoren skalierbar ist - und belegten damit den zweiten Platz. Wieder ein Doppelsieg! Nun werden wir versuchen, die Ideen an den richtigen Stellen zu platzieren, sodass ein möglichst großer Mehrwert aus ihnen gezogen werden kann. Die wichtigen Erkenntnisse, die uns beide Teams, bezogen auf eine unserer Zielgruppen, aufgezeigt haben, werden außerdem in vielen weiteren Projekt zu Rate gezogen werden.

Falls jetzt jemand Lust bekommen hat, auch gezielt Ideen zu entwickeln: wie kann man sich an Euch wenden oder einbringen?

Jeder, der eine Idee hat oder Unterstützung bei der Ideenfindung bzw. Problemlösung benötigt, kann sich gerne per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!wenden. Wir freuen uns auf Zuschriften!

 

 

 

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