Alle gemeinsam für die Eishalle Jonsdorf

Die Eishalle in Jonsdorf ist nicht nur beliebt bei Jung & Alt. Mit ihrer Eisdisco und den Familiensonntagen ist sie aus den Winterfreizeitangeboten unseres südlichen Landkreises kaum wegzudenken - und dazu ein Tourismusmagnet von nicht zu unterschätzender Bedeutung. In "normalen" Zeiten wäre eine Schließung unter keinen Umständen diskutiert worden.

Zeiten der steigenden Energiekosten aber bringen besondere Herausforderungen für solch energieintensive Freizeiteinrichtungen mit sich. Ein schnelles Aufgeben - also eine Schließung der Eisarena - wollen allen voran die Bürgermeisterin von Jonsdorf, Kati Wenzel, aber auch Landrat Dr. Meyer und viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region verhindern. Kati Wenzel, die auch die Geschäftsführerin der Jonsdorfer Kur- und Tourismusgesellschaft (KuT), die die Eishalle betreibt, ist, formulierte es dramatisch: "Wir kämpfen um den Kinder- und Jugendsport, für die Möglichkeit des freien Eislaufens und den Erhalt unserer Traditionen" und bat nicht nur über die Spendenwebsite um Unterstützung. Auch die ENO wurde alarmiert. Clara Hartung und Laura Horst aus unserem Innovations- und Kommunalteam waren gefragt.

Zwar sind die beiden keine Expertinnen für Eisarenas, wohl aber dafür, zielführende Lösungsansätze für komplexe Herausforderungen zu erstellen und dementsprechende Workshops durchzuführen. Zunächst überlegten sich die beiden eine Agenda für einen Workshop mit Bürger-, Experten- und Politikerbeteiligung und auch, welche klugen Menschen bei uns im Landkreis Inputs und Inspiration zur Lösungsfindung geben könnten. In ihrem Netzwerk, das sich natürlich über die Hochschule Zittau-Görlitz spannt, wurden die beiden schnell fündig. Am vergangenen Samstag war es dann soweit: über 40 Engagierte trafen sich in der Eisarena, um die Zukunft der Eissporthalle zu retten. Nachdem die Bürgermeisterin einen Überblick über die Gesamtlage gab, kamen die Expertinnen und Experten zu Wort.

Die Hochschule in Form von Dipl.-Kffr. Fr. Langschwager von der Fakultät Management- und Kulturwissenschaften erarbeitet mit ihren Studierenden bis Januar jetzt ein touristisches Nutzungskonzept für die Achse Eishalle - Schmetterlingshaus. Gleichzeitig hat die Fakultät Maschinenwesen und das Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der HSZG zu verstehen gegeben, dass sie sich vorstellen können, das Betriebsmodell und die energetische Seite und infrage kommende Technologien zu beleuchten. Von Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch am IPM und Dipl.-Ing. (FH) Thomas Gubsch vom IPM gab es dazu spannende Impulse in Richtung Beispielprojekte "Grüner Fernwärme".

"Die anschließende Ideensammlung unter dem Motto 'was kann die Halle?' war überwältigend" berichten Laura und Clara, und, dass sie beeindruckt waren, wie viele Menschen sich gezielt Gedanken zu weiteren Nutzungen der Halle gemacht hätten.

Nur einige der vorgeschlagenen Ideen - allein für die Sommernutzung der Halle - lesen sich schon recht vielversprechend. So wären eine Kletterwand für Kinder & Profis, aber auch Fitnessparcour/Fitnessstudio, mit verschiedenen Sportarten für Jung & Alt denkbar. Oder aber auch: eine Rad- oder Rollschuhbahn, ein Escaperoom, eine Minigolfanlage, die Ausrichtung von Dorffesten, eine Trampolinhalle, Konzertveranstaltungen und vieles mehr, was derzeit zwar nur Zukunftsmusik, aber doch einen Hoffnungsschimmer darstellt.

All diese Überlegungen, die z.T. in naher Zukunft noch wissenschaftlich untermauert werden, können dann hoffentlich und mit Unterstützung der umliegenden Kommunen in einen Fördermittelantrag übertragen werden, erklären die beiden Projektmanagerinnen. Laura und Clara freuen sich, voller Elan da dranbleiben zu können - vor allem, weil die Diskussion und das Stimmungsbild - "Ob die Eishalle nach Jonsdorf gehört" mehr als eindeutig PRO Eishalle ausfielen.

Wir halten euch an dieser Stelle auf dem Laufenden! Wer sich für die Eishalle engagieren möchte, klickt gern hier auf die Spendenwebsite

Viele Grüße

Eure Clara, Laura und Jasna

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