Hallo!

 

Heute geht es weiter mit der Vorstellung der neuen Kollegen aus der Arbeitsgruppe Strukturwandel bei der ENO.

Ich habe mit Saskia Brosius aus dem Innovationsteam über ihren bisherigen Werdegang, ihre Erfahrungen beim Werkstattprozess Brandenburg für die Wirtschaftsregion Lausitz und ihre Ideen und Motivation für die Arbeit im Landkreis Görlitz gesprochen.

Die Weißkeißelerin lebte schon in Bad Muskau und zu Studienzwecken auf Malta. Seit Oktober 2020 hat Saskia den Werkstattprozess Brandenburg für die Wirtschaftsregion Lausitz in den Bereichen Kultur-, Kreativ-, Tourismus- und Marketing geleitet, dabei mit der Investitionsbank Brandenburg zusammengearbeitet. Im Juni beendet sie ihren Masterstudiengang "Creativity and Innovation", ist aber schon seit Mai in unserem neuen Innovationsteam.

Wir wollen sie mit diesem kleinen Interview ein bisschen kennenlernen!

 

Was war der Schwerpunkt bei Deinem Studium?

Meinen Bachelor absolvierte ich 2019 in an der Hochschule Zittau/Görlitz im Studienfach Kultur und Management. Während der drei Jahre in Görlitz begegnete mir das Thema Kreativität immer wieder, sodass ich mich entschlossen habe, dies im Masterstudium zu vertiefen. Nach ausgiebiger online Recherche und einem spontanen Kurzbesuch der Insel Malta entschloss ich mich dort den Master „Creativity and Innovation“ zu belegen. Schwerpunkt des Studiums war das Erlernen einer Vielzahl von Kreativitätstechniken mit dem Ziel, diese in einem wirtschaftlichen Kontext zur Anwendung zu bringen, um Produkt-, Prozess- oder Businessmodelinnovationen zu entwickeln.

 

Was war das Besondere am Leben und Studieren auf Malta?

Das Leben und Studieren auf Malta hatte viele Besonderheiten. Herauszuheben ist die kulturelle, ethnische und kulinarische Vielfalt auf einer so kleinen Fläche (316km2 – ca. 15% der Fläche des LK Görlitz), die ich sehr genossen habe, so kamen z.B. meine besten Freunde aus Nordmazedonien und Libyen. Unter den Maltesern hatte man den Eindruck, dass jeder jeden kennt bzw. viele sogar miteinander verwandt sind, da es gefühlt nur zehn verschiedene Nachnamen auf der ganzen Insel gibt. Dieser familiäre Aspekt fand sich auch in der Universität wieder, wo alle Dozenten und Mitarbeiten mit dem Vornamen anreden durften.

 

Du hast bereits Erfahrungen beim Werkstattprozess Brandenburg für die Wirtschaftsregion Lausitz sammeln können. Was war das Spannendste, was nimmst Du an Erfahrungen mit für die Arbeit bei der ENO?

Bei der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) habe ich als Projektmanagerin für die Werkstatt „Kultur, Kreativwirtschaft, Tourismus und Marketing“ gearbeitet. Als Berufseinsteigerin konnte ich sehr viel lernen und mir ein gutes Netzwerk in einer relativ kurzen Zeit aufbauen. Das Spannendste waren aber natürlich die Projekte, die ich bearbeiten durfte. Das Spektrum reichte von der Professionalisierung der FILMschule Lausitz in Spremberg über die Entwicklung einer wassertouristischen Basisinfrastruktur an der Sedlitzer Bucht und der energetischen Sanierung des ehemaligen Zechenhauses in Brieske zu einem Zentraldepot bis hin zur „Wilden Zukunft“, einem Großprojekt der Wilden Möhre GmbH, dass das Ziel verfolgt, die Lausitz abseits ihres Festivalbetriebs attraktiv für Touristen zu gestalten und von den betroffenen Kommunen maßgeblich unterstützt wird. Aus den Erfahrungen bei der WRL nehme ich für die Arbeit bei der ENO mit, dass jedes der zu bearbeiteten Projekte individuell bearbeitet werden muss und es kein pauschales Vorgehen für mehrere Projekte geben kann, damit die Projekte ihre größtmögliche Wirkung im Strukturwandel entfalten können.

 

Hast Du die Lausitz vermisst, als Du auf Malta warst, wolltest Du immer zurück oder spieltest Du wie so viele junge Frauen auch mit dem Gedanken, abzuwandern? Falls ja: Was hat Dich zur Rückkehr bewogen?

Es war von Anfang an der Plan gewesen nach dem Auslandsaufenthalt zurück in die Lausitz zukommen und hier Wurzeln zu schlagen. Während der Zeit auf Malta habe ich vor allem meine Familie und Freunde in der Lausitz vermisst, aber auch das Grün der Natur, welches man auf der Mittelmeerinsel nur selten zu sehen bekommt.

 

Glaubst Du, man kann den Wegzug der jungen Leute aus der Region stoppen? Wenn ja: wie?

Aus meiner Sicht sollte man nicht versuchen, den Wegzug der jungen Leute zu stoppen. Viel mehr sollte man versuchen, Ihnen Gründe zu geben, warum sie, nachdem sie in der Welt waren und Erfahrungen gesammelt haben, zurück kommen sollten. Außerdem ist es wichtig, ihnen Perspektiven zu zeigen, wie sie sich und ihre Ideen in der Region einbringen können.

 

Auf was freust Du Dich bei der Arbeit in der AG Strukturwandel am meisten/ was siehst Du als Herausforderung an?

Am meisten freue ich mich bei der Arbeit in der AG Strukturwandel auf das Durchführen der Innovationsworkshops mithilfe des Grantiro-Prozesses, in denen wir gemeinsam mit allen Interessierten aus dem Landkreis Görlitz Ideen für den Strukturwandel entwickeln werden, dabei kann ich mein erlernten Wissen aus dem Master aktiv und sinnstiftend einbringen. Die Herausforderung von allen Beteiligten wird es sein nachhaltig und groß zu denken.

 

Vielen Dank - und herzlich willkommen, liebe Saskia!

Eure

Jasna

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