Fans von Kreativtechniken beim Workshop, in der Mitte rechts: Saskia Broisus, daneben Clara Hartung

 

Hallo!

 

Wir hier in der ENO haben ja ein Kommunal- und ein Innovationsteam, um den Strukturwandel aktiv und positiv zusammen mit den Einwohnern des Landkreises zu gestalten. Also fit für die Zeit nach dem Kohleausstieg zu machen. Die Teams unterstützen gründungswillige Bürger in ihren Unternehmungen, helfen Kommunen bei der Fördergelderantragstellung, beraten Vereine und Initiativen und setzen alles dran, um in der Summe ihrer Tätigkeiten Arbeitsplätze in einer modernen Energieregion Lausitz zu erhalten und zu schaffen.

Zwar sind die Fördersummen längst bekannt, aber in was für Projekte die Kohleausstiegsmillionen des Bundes bei uns im Landkreis Görlitz in den kommenden Jahren investiert werden, ist zum größten Teil noch ein großes weißes Fragezeichen - wohlgemerkt: eines unter vielen, wunderbar positiven Vorzeichen. Da wir mit Saskia Brosius eine studierte Innovationsmanagerin und mit Clara Hartung eine Expertin für Regionalökonomie und Internationales Management mit dabei haben, ist klar, dass Stillstand keine Option ist. Obwohl die Uni-Abschlüsse der beiden noch gar nicht lange zurückliegen, sind sie immer noch, wieder und weiter neugierig darauf, wie Ideenentwicklung- z.B. bei Unternehmen in unserem Landkreis funktionieren kann. Dazu besuchten Saskia und Clara am letzten Wochenende eine - ich sag's erstmal auf deutsch: Weiterbildung zum Thema Erneuerung, eine Innovation Challenge.

Die beiden lernten, mit welchen Kreativ-Techniken man z.B. im Kollegenkreis die besten Ideen herausarbeiten kann, wie man komplexe Problemstellungen systematisch und sogar mit Freude im Team angehen und wie man mit mächtigen Herausforderungen umgehen kann, um so viele positive Aspekte und Lösungsmöglichkeiten wie möglich zu erhalten. Also konkret auch, wie man Eure Ideen für die Entwicklung der Lausitz gezielt formen und umsetzen kann.

Clara erklärt: "Manchmal sieht man ja im Arbeitsalltag, dass irgendetwas nicht so rund läuft, wie man es sich wünscht. Hier haben wir Techniken erarbeitet, die Sachverhalte, an denen man manchmal tagelang alleine herumdenkt und zu keiner Lösung kommt, ganz einfach klären können. Das war toll!" freut sie sich. "Vor allem, da wir schon bald Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und, in Unternehmen, mit auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern führen werden, um sie aktiv in die Strukturentwicklung einzubinden." Sie beschreibt, warum: in den zweieinhalb Tagen der Weiterbildung wurde mit den effizientesten Techniken aus den Bereichen Design Thinking, Lean Startup und Rapid Prototyping gearbeitet - Clara und Saskia hat das begeistert.

Design Thinking, Lean Startup und Rapid Prototyping? Für alle, die wie ich nicht dabei gewesen sind, hier nochmal auf deutsch erklärt:

Beim "Design Thinking" geht man davon aus, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Kenntnisse und Berufe zusammenarbeiten. Das Team soll gemeinsam die Fragestellung entwickeln, Bedürfnisse und Motivationen von Menschen berücksichtigen und dann Konzepte zur Innovation entwickeln.

"Lean Startup" ist eine Methode, um Produkte und Geschäftsmodelle bei ständiger Weiterentwicklung schnell und ressourcenfreundlich aufzubauen und "Rapid Prototyping" die schnelle Erstellung und Erprobung von Prototypen, die dem beabsichtigten neuen Endprodukt recht nahe bzw. im Prozess immer näher kommen.

All diese Methoden gelten als Techniken für Problemlöser, für Weiterentwickler, für Menschen, die Lust haben, kreative Lösungen zu entwickeln. Die Spaß daran haben, Probleme anzupacken, anstatt sie als gegeben zu akzeptieren oder immer weiter allein vor sich hin an einer Lösung rumzudenken. Für Saskia, die ja richtig studiert hat, wie man Erneuerungen in Unternehmen oder Prozesse bringt, war das nicht alles ganz so unbekannt, trotzdem fand auch sie immer wieder neue Aspekte und Herangehensweisen, die sie in Zukunft in ihre Arbeit integrieren will. Das heißt, jede und jeder Interessierte im Landkreis wird demnächst die Chance erhalten, mit unserem Innovations-Team und den neuesten Kreativ-Techniken an der Zukunft zu arbeiten!

Clara ist zwar auch keine blutige Anfängerin, fand es aber "unglaublich spannend, mal selber an so einem Workshop teilzunehmen, an konkreten Problemstellungen zu arbeiten und zu erleben, wie man mit der richtigen Anleitungen und geeigneten Techniken innerhalb kürzester Zeit auf die unterschiedlichste abgefahrensten Lösungen kommen kann.".

Sie ist begeistert von den Techniken und freut sich darauf, diese auch bald in Ideenfindung zur Strukturentwicklung anwenden zu können: Die Teams waren heterogen zusammengestellt, wodurch verschiedenste Perspektiven zusammentrafen. Sie ist sich sicher: Für die Gestaltung der Zukunft des Landkreises können solche Workshops ebenfalls einen großen Mehrwert bieten. Die beiden sind gespannt auf Eure Ideen, und haben richtig Lust darauf, zusammen mit Euch die besten Ideen auch zukunftweisend zu entwickeln.

Auch Saskia stellt zufrieden fest: "Die Übungen waren so inspirierend, es ist toll, wie viele Möglichkeiten für Anknüpfungspunkte mit der Lausitz bestehen.". Sie betont, dass viele der Problemstellungen auf den Landkreis Görlitz übertragbar sind. "Ich freue mich auf viele kreative, bürgerschaftliche und auch unternehmerische Projekte, die wir hoffentlich mit ganz, ganz vielen engagierten Menschen im Landkreis zusammen gestalten.".

Wie? Da halten wir Euch hier natürlich auf dem Laufenden - immer freitags, an dieser Stelle - und schreibt mir gerne eine Mail, um über alle spannenden Entwicklungen und Veranstaltungen informiert zu werden.

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Viele Grüße -

Eure Jasna

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