2021 10 12 Zeitung fuer kinder
Zeitung lesen ist Familienzeit

Eigentlich ist das Lesen einer Zeitung eine sehr individuelle Angelegenheit. Meist sucht sich der Leser oder die Leserin ein ruhiges Fleckchen und vertieft sich dann in die Artikel, die am meisten interessieren. Es gibt welche, die jede Zeitung vom Leitartikel bis zum Impressum durchlesen und solche, die sich mit dem Überfliegen der Überschriften begnügen. Bei uns im Landkreis Görlitz finden wir aber auch viele ganz junge Lesefreunde, die gemeinsam mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern durch bunte Zeitungsseiten blättern. Meist halten sie dabei die „Zeit(ung) für Kinder und ihre Familien“ in ihren Händen. Wie es im Titel schon steht, geht es hier um gemeinsame Lesezeit für die ganze Familie. „Zeit für Kinder ist meist knapp. Im Alltagsstress bleibt in den Familien oft wenig Freiraum zum gemeinsamen Lesen, Rätseln, Basteln und Lernen. Mit der Zeit(ung) für Kinder möchten wir das zumindest zweimal im Jahr ändern“, berichtet Projektleiterin Ariane Archner von der ENO. 

Kontinuierliche Entwicklung

Zum Kindertag 2010 erschien die erste Ausgabe und im Advent 2010 die zweite. Seitdem gab es ohne Unterbrechung jährlich neue Ausgaben. Das Layout wurde immer wieder angepasst und auch die Zielrichtung hat sich verändert. Anfangs lag der Schwerpunkt im Erfahrungsaustausch von ErzieherInnen und Eltern. Im Jahr 2018 wurde aus der Zeit(ung) für Eltern und ErzieherInnen die Zeit(ung) für Kinder und ihre Familien. Damit änderte sich auch die inhaltliche Ausrichtung: „Wir wollen aktuelle Alltagsthemen kindgerecht verpacken und stets auch den Bezug zum Landkreis herstellen. Die Zeit(ung) für Kinder soll den Familien Anregungen geben, gemeinsam zu Basteln, zu Rätseln, zu Lesen und über Themen wie z.B. Umwelt, Ernährung, Sport, Freizeitgestaltung und den Umgang mit Freunden ins Gespräch zu kommen.“, erläutert Ariane Archner. Sie kann sich dabei auf ein engagiertes Redaktionsteam stützen. Vertreter der Landkreisverwaltung, des Jugendamtes, der Hochschule Zittau/Görlitz und der ENO arbeiten in monatlichen Redaktionssitzungen eng zusammen. Sie legen gemeinsam die Themen fest, bringen Ideen ein und kümmern sich um die Abstimmung mit externen Fachleuten, falls zum jeweiligen Schwerpunktthema ein Expertenrat benötigt wird. Den Zeitungsmachern ist wichtig, dass die Kinder auch selbst zu Wort kommen. So gibt es in jeder Zeitung ein Kinderinterview und es werden 100 Kinder zu ihrer Meinung zum jeweiligen Thema der Zeitung befragt. Die Befragungen der 100 Kinder wären ohne die Unterstützung der Kitas im Landkreis nicht möglich. „Bei der Suche nach geeigneten Protagonisten für die Kinderinterviews ist es meist so, dass jemand jemanden kennt, der jemanden kennt.“, lächelt Ariane. 

„Sonne, Mond und Sterne“

Die 22. Ausgabe der Zeit(ung) für Kinder beschäftigt sich mit dem, was am Tag und in der Nacht am Himmel zu sehen ist. So wurden die 100 Kinder gefragt, warum Sterne funkeln, ob sie wissen, was eine Sonnenuhr ist und ob sie den Tag oder die Nacht lieber mögen. Es gibt eine Bastelanleitung für eine Sonnenuhr im Blumentopf und natürlich wieder einige Rätsel und Mitmachangebote. Ein Uhrmacher erzählt von seiner Arbeit und die Kinder erfahren, wie lange er braucht, zur Sommer- und Winterzeit alle Uhren umzustellen. Und es werden zwei Bücher vorgestellt. Eines ist deutsch und arabisch erschienen und das andere in deutscher und polnischer Sprache. In der Vorweihnachtszeit wird diese Ausgabe der Zeit(ung) für Kinder wieder mit einer Auflage von 10.000 Stück gedruckt. Sie ist dann in allen  Kitas sowie bei Kinderärzten, Grundschulen, Bibliotheken und Einrichtungen der Landkreisverwaltung kostenfrei erhältlich. Alle Familien im Unbezahlbarland können also jetzt schon gespannt darauf sein und sich auf gemeinsame Familienzeit freuen. Und wer die Zeitung nicht bekommen hat, braucht auf den Lesespaß nicht verzichten. Alle Ausgaben sind auch online zu finden. 

https://publikationen.zeitung-fuer-kinder.landkreis.gr

Im Bild: Redaktionssitzung vom 12. Oktober. Die Themen für die Dezemberausgabe stehen fest. 

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