WJ Vorstand 2020 11 11 011
Junge Wirtschaft im Landkreis Görlitz

Die Wirtschaftsjunioren gibt es weltweit. Ein hervorragendes Netzwerk junger Unternehmer, eine starke Stimme der jungen Wirtschaft. Auch bei uns im Landkreis Görlitz. Nachdem ich gestern Abend in kleiner Runde vor dem Rechner wieder viel gelacht und diskutiert habe, ist die Entscheidung gefallen, ein paar Sätze zu den Wirtschaftsjunioren Görlitz zu schreiben.

Wer fragt, gewinnt 

Ich selbst konnte direkt 2008 miterleben, wie sich die Wirtschaftsjunioren Görlitz gegründet haben. Nun bin ich seit 12 Jahren als Zuhörer, Mitmacher und Ideengeber gern dabei. Wer fragt, gewinnt. Manchmal sind es die einfachen Fragen, die uns den Kopf müde werden lassen. Wie gehe ich dieses oder jenes Thema an? Wer hat Erfahrungen mit ähnlichen Problemen, Herausforderungen oder Ideen? Manchmal sind es aber auch Fragen, die man nicht "in großer Runde" stellt. Weil man das Problem doch allein klären müsste. Oder weil man sich schlichtweg nicht traut, ein Problem offen anzusprechen. Die Wirtschaftsjunioren geben einem das gute Gefühl, jede Frage stellen zu können. Und man bekommt schnell ein konkretes Feedback. Die Antworten komme nicht aus einem Verkaufsinteresse heraus, sondern weil sich gegenseitig geholfen wird. Das finde ich hervorragend. 

Aus der Frage werden Lösungen

Der Ansatz der Wirtschaftsjunioren besteht darin, sich gegenseitig zu helfen ohne direkt materiell dafür auch Rechnungen zu stellen. Aus diesem guten Gefühl heraus können natürlich auch schnell konkrete Kooperationen entstehen. (Sollten sie sogar). Schaue ich mich in "meinen" Firmen um, kann ich versichern, dass der Netzwerkgedanke hier zweifelsfrei funktioniert. Wenn ein Hinweis aus den Wirtschaftsjunioren für mich überzeugend war und die Lösung aus meiner Sicht auch unter Berücksichtigung aller geltenden Vorschriften passend erschien, warum sollte ich diese dann nicht auch aus dem Netzwerk heraus umsetzen?! Diese gelebte Praxis ist ein feiner Nebeneffekt des Netzwerkens, der aus meiner Sicht Sinn macht. 

Ein Netzwerk lebt von Kontakten 

Natürlich ist in der aktuellen Zeit jedes Netzwerk mit der Herausforderung konfrontiert, auf reale Treffen verzichten zu müssen. Auch die Wirtschaftsjunioren leben vom Zusammenkommen, dem Plausch beim Wasser ( :) ) und dem Einbringen in andere Netzwerke. Das ist alles aktuell so nicht denkbar. Trotzdem geben sich alle Vorstandsmitglieder um Martin Schulz größte Mühe, für den Verein weiterhin attraktive Ideen zu entwickeln. Dafür meinen Respekt. Ob es die "Erfahrungen mit HomeOffice" oder die Diskussion zur richtigen Ernährung und Bewegung in der aktuellen stets aus Zoom-Konferenzen bestehenden Zeit ist - was mir gefällt, höre ich mir an - das ist das Angebot. 

Mehr Aufmerksamkeit schenken? 

Ich lese ja ganz viele Überschriften, dass wir digitaler, moderner und generell zukunftsorientierter werden müssen. Also kann es aus meiner Sicht nur Sinn machen, die junge Wirtschaft auch mehr zu beteiligen, zu fragen oder ihnen zuzuhören. Es ist die Mischung aus Erfahrung, Optimismus, Visionen und dem gemeinsamen Willen eine Firma, eine Region oder eine Idee positiv nach vorn zu tragen. Und deshalb sollten wir unsere Aufmerksamkeit verstärkt auch der jungen Wirtschaft widmen. Es gibt sie in allen Facetten - Dienstleistungen, Industrie, Handwerk und Landwirtschaft. Lasst sie uns fragen, was wir tun müssen, damit noch mehr diesen Schritt wagen. Eines möchte ich an dieser Stelle aber betonen. Es macht Sinn, die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Neue Netzwerke und noch mehr Ansprechpartner braucht es aus meiner Sicht abewr nicht. Wir haben im Landkreis Görlitz die Wirtschaftsjunioren, eine Hochschule mit der Gründerakademie, die Kammern und Verbände und lokale Wirtschaftsförderungen sowie spezifische Ansprechpartner in bestimmten Branchen. Wir haben in Sachsen mit FutureSax eine Anlaufstelle für Fragen, die wir nicht beantwortet bekommen und als Vehikel für die weitere, überregionale Vernetzung! Das ist doch eine gute Grundlage, um der Welt zu signalisieren, dass wir gut aufgestellt sind. Aber neue Netzwerke oder "Projekte", die an Schreibtischen - im schlimmsten Fall sogar an Schreibtischendie außerhalb der Oberlausitz stehen - kreiert werden, dann mit Förderungen und den nächsten Veranstaltungen auftauchen, verunsichern meines Erachtens nach nur all jene, die nach einem guten Netzwerk Ausschau halten.

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